LIGA-CHAMPION - Der Aufstieg ist perfekt

Der absolute Wahnsinn. In der Hauptstadt geht ein Ruder-Krimi zu Ende.
Der Sparkasse Gießen-Achter zieht am letzten Renntag an Hannover vorbei, wird Liga-Champion der zweiten Liga und steigt in die erste Ruder-Bundesliga auf.


Im Halbfinale treffen die Gießener mal wieder auf Minden. Nachdem unser Achter die Ostwestphalen zu Beginn der Saison noch besiegen konnte, haben die sich über die Saison stark entwickelt. Beide Boote kamen gut aus den Startblöcken. Doch Minden hatte schnell früh die höhere Frequenz und die höhere Geschwindigkeit. Gießen setzte früh zum Endspurt an, konnte aber dem späteren Tagessieger zu wenig entgegensetzen.
Im kleinen Finale ging es gegen den Achter der Allemannia Hamburg an den Start. Die Hamburger hatten sich überraschend weit nach oben vorgekämpft. Doch Gießen wollte heute nichts mehr anbrennen lassen. Stark – schnell und am Ende mit einen Luftkasten Vorsprung im Ziel.

Unser Achter holt sich am Ende die Bronzemedaille in der Hauptstadt. Die Gießener belohnen sich für ihre harte Arbeit und werden heute LIGA-CHAMPION der zweiten Ruder-Bundesliga.

Gießen übernimmt Tabellenführung

Der Gießen-Achter schickt sich an, beim letzten Renntag der Ruder-Bundesliga die Tabellenführung zu übernehmen.
Danach sah es am Morgen noch nicht aus. Beim Zeitfahren fanden die Gießener nicht richtig zusammen und blieben mit der fünft-schnellsten Zeit der 14 Teams hinter ihren Erwartungen zurück.
Im Achtelfinale ging es für den Sparkassen-Achter gegen Bremen an den Start. Zwar kam die Gießener besser aus dem Startblöcken, doch Bremen hielt dagegen. Über die Strecke kämpften sie sich wieder heran und kamen fast zeitgleich über die Ziellinie. Mit nur zwei Hundertstel schafften die Hessen den Sprung in die obere Tabellenhälfte.


Für mindestens genauso viel Spannung bei den Gießener Fans sorgte das Rennen des Tabellenführers gegen den Tabellenelften. Hannover – in der Tabelle zwei Punkte vor den Gießenern – kommt nichts in Rennen und hat gegen Bad Waldsee das Nachsehen.
Genau gegen diese Mannschaft müssen die Gießener im Viertelfinale auf die Strecke. Hochmotiviert, die Hannoveraner noch von der Tabellenspitze verdrängen zu können, fahren die Lahn-Ruderer von Beginn an den Waldseern weg. Mit einer halben Länge gewinnen sie nicht nur das Rennen, sondern ziehen in der Tabelle auch an Hannover vorbei.
Im Halbfinale wartet nun der Mindener Achter, der sich in Berlin bisher sehr stark präsentiert.

Kämpfen um den Aufstieg

Am kommenden Wochenende geht es für den Sparkasse Gießen-Achter in Berlin um den Aufstieg in die erste Ruder-Bundesliga. Vor der geschichtsträchtigen Kulisse der „East Side Gallery“ können die Gießener ihr großes Ziel erreichen und wieder erstklassig werden. Die Chancen für unsere Mannschaft um Trainer Rainer Koppmann stehen nicht schlecht. Mit dem aktuell zweiten Platz in der Tabelle und neun Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz haben sie eine gute Ausgangsposition. 



„Wir fahren nach Berlin um aufzusteigen“, gibt Koppmann die Marschrichtung vor. „Wenn wir am Wochenende das umsetzen, was wir trainiert haben, dann schaffen wir das“.
Doch der Trainer weiß: ein Selbstläufer wird die letzte Bundesliga-Regatta der Saison nicht. Die obersten vier Mannschaften der Liga sind mittlerweile nahezu gleich stark und in einem Zwei-Bahnen-System wie in Berlin rächt sich jeder noch so kleine Fehler. Vom Achtelfinale bis zum Endlauf müssen die Gießener auf der 350 Meter langen Strecke immer die Nase – respektive den Bugball – vorne haben. 
 
„Die Berliner Regattastrecke ist Neuland für uns und an Finaltagen haben wir schon oft Überraschungen erlebt“, so Teamchef Eric Baumann. „Aber unser Ziel ist ganz klar das Treppchen.“ Und das könnten die Gießener gleich zwei Mal erklimmen - einmal in der Tageswertung und einmal bei der Saisonwertung.
 Dabei geht es für die Gießener am Samstag nicht nur um den Aufstieg. Tabellenerster und –zweiter qualifizieren sich zusätzlich für die Rowing Champions League am Sonntag. Dabei wird unter einer Reihe internationaler Achter Europas schnellster Sprint-Achter ausgefahren.