Bronze in Münster

Der Gießen-Achter sichert sich am zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga die Bronze-Medaille.

In einem schnellen und sehr knappen Rennen müssen sich die Gießener mit einem Bugball Rückstand gegen Hannover geschlagen geben. Während die Niedersachsen damit ins Finale um Silber und Gold einzogen, mussten die Hessen ins kleine Finale. Dort lagen die Liga-Neulinge aus Berlin-Köpenick auf der Nebenbahn.
Die Gießener – die während des Renntags immer besser in Form fanden – legen einen sauberen Start hin. Zur Streckenhälfte hatten si sich einen halben Luftkasten Vorsprung herausgefahren. Doch die Berliner gaben nicht auf, sondern kamen auf der zweiten Hälfte noch einmal gefährlich nah heran. Mit hoher Schlagzahl fegten die beiden Achter Bugball an Bugball über den Münsteraner Aasee.
Zu einer kleinen Ewigkeit wurde die Zeit, bis die Schiedsrichter das Zielfoto ausgewertet hatten. Mit einer knappen Zehntelsekunde Vorsprung sichert sich der Sparkasse Gießen-Achter den Sieg und die Bronze-Medaille.
Im Finale holt sich Hameln Gold und zieht in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung am Team von der Lahn vorbei.

Trotz mäßigem Auftakt vorne dabei



Der Gießen-Achter kommt beim morgendlichen Zeitfahren überraschend nur auf einen sechsten Platz. Nach einem verhaltenen Start kommen die Acht Ruderer nicht in richtig ins Rennen hinein.


Doch von dieser Ausgangslage ließ sich der Achter nicht runterziehen. Im Achtelfinale gelingt nicht nur der Start besser, auch die zweite Streckenhälfte wird deutlich stabiler. Mit einer halben Sekunde Rückstand auf das Boot aus Hameln kommt der Tabellenführer aus Gießen ins Ziel.
Im Viertelfinale entwickelt sich ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Neulingen aus Berlin-Köpenick, dem Mindener Achter und den Gießener. Zur Streckenhälfte liegen die Hessen noch an dritter Stelle. Doch dann packt der Gießen-Achter den Endspurt aus und rettet sich auf den zweiten Platz. 
Jetzt geht es im Halbfinale um die oberen Vier Plätze.

Tabellenführung in Münster verteidigen


Während in Frankreich gekickt wird, startet am kommenden Wochenende der Sparkasse Gießen-Achter zur zweiten Regatta der Ruder-Bundesliga in Münster. Nachdem die Gießener den letzten Renntag für sich entscheiden konnten, geht es auf dem Aasee darum, die Tabellenführung zu verteidigen. „Das Ergebnis in Frankfurt war eine starke Leistung“, blickt Teamchef Eric Baumann auf die Regatta auf dem Main zurück. „Jetzt gilt es, darauf aufzubauen.“
Doch ganz unbeschwert fahren die Tabellenersten nicht nach Münster. Ein Blick auf die Wetterkarte und auf den Krankenstand im Team sorgt für Sorgenfalten bei Schlagmann Johannes Birkhan. „Wir müssen gerade zwei Ausfälle auf Backbord kompensieren.“ Das habe das Training in der letzten Woche nicht einfach gemacht. In Münster werde man daher kreativ sein, so der Mannschaftskapitän des Zweitligisten.

Jubel im Boot: Der Gießen-Achter sicherte sich 2015 Bronze
Der Aasee ist für die heimischen Ruderer ein eher angenehmes Wasser. Ruhig wie die Lahn hat der See in der Uni-Stadt bereits für gute Erinnerungen gesorgt.
Im vergangenen Jahr konnten sich die Gießener in Münster die Bronzemedaille sichern. Ob die Ruderer von der Lahn auch in diesem Jahr aufs Treppchen kommen, wird sich am Samstagabend entscheiden.