Vier Zentimeter entscheiden - gegen uns

Im Rahmen der Finals steht unser Gießener Achter beim zweiten Bundesliga-Renntag auf dem Maschsee in Hannover am Start

Finals, Maschseefest und ein Vierbahnensystem bieten eine beeindruckende Kulisse.
Neben unserem Achter sind Hannover, Hamburg und der Deutschland-Achter unterwegs. Hamburg setzt sich im Ziel knapp gegen das Paradeboot des DRV durch. Gießen muss sich mit dem letzten Platz begnügen.

Im Viertelfinale trifft die Mannschaft von der Lahn auf den Deutschland-Achter, Heidelberg und Mülheim. Zunächst hält unser Boot gut mit, doch Mülheim fährt auf der zweiten Streckenhälfte immer weiter auf unsere Bahn. Um eine Kollision zu vermeiden, nimmt unser Achter kurzzeitig Kraft aus dem Riemen. Die Schiedsrichter entscheiden auf Neustart – das Rennen wird komplett wiederholt, Mülheim wird dabei als letztes Boot gesetzt. 

Im Halbfinale geht es gegen Bochum und den Lokalmatador aus Hannover an den Start. Alle drei Boote erwischen einen explosiven Start und fegen förmlich über den Maschsee. Bochum setzt sich zunächst leicht ab, während sich zwischen unserem Achter und Hannover ein packender Kampf um Platz zwei entwickelt. Unser Boot beißt sich vorne an Bochum fest, doch Hannover kommt immer näher. Auf den letzten Metern liegen beide Boote nahezu gleichauf – erst das Zielfoto bringt Gewissheit: Neun Hundertstelsekunden trennen am Ende Hannover und unseren Gießener Achter, die Hausherren haben knapp die Nase vorn.

Im Finale um die Plätze fünf und sechs trifft unser Achter auf Essen und Berlin. Wieder kommt Gießen gut aus den Startblöcken und hängt sich an Essen ran. Lange sieht es gut aus für unseren Gießener Achter. Doch auf der zweiten Streckenhälfte kämpft sich Berlin Schlag für Schlag wieder heran. 50 Meter vor dem Ziel ziehen die Hauptstädter vorbei, während der Mannschaft von der Lahn auf den letzten Metern die Kräfte ausgehen.

Ein Renntag mit zwei Gesichtern: Der Neustart im Viertelfinale und die neun Hundertstel im Halbfinale zeigen, wie eng es in dieser Liga zugeht. Gießen fährt auch beim zweiten Renntag auf den letzten Platz.

Personalsorgen vor Hannover

Die STÜBBE Ruderbundesliga startet im Rahmen der Finale in Hannover

Am Samstag steht für unseren Sparkasse Gießen-Achter der zweite Renntag der Ruder-Bundesliga an. 

Unsere Mannschaft von der Lahn rudert auf dem Maschsee in Hannover. 
Wenig Wind und gutes Wetter sorgen für gute Voraussetzungen für die Gießener Jungs. Weniger gut liefen die Vorbereitung auf diesen Renntag. Trainer Lukas Tianis muss seit einigen Wochen auf mehrere Stammkräfte verzichten, die krankheitsbedingt ausfallen. Um das Boot besetzen zu können, greift Lukas auf Ersatzleute außerhalb des regulären Kaders zurück. Unterschiedliche Leistungsstände und nur wenig gemeinsame Trainingskilometer sind keine optimalen Voraussetzungen für einen Wettkampftag auf Bundesliga-Niveau. „Wir müssen realistisch bleiben", so Teamchef Eric Baumann vor dem Renntag. „Die Umstände sind nicht ideal, aber wir werden alles geben, was wir haben."
Ein besonderes Highlight gibt es dennoch: Der Renntag in Hannover findet im Rahmen des Multisport-Events „Die Finals" statt. ARD und ZDF begleiten das Wochenende mit einem breiten Sportprogramm – die Bundesliga-Rennen sind ab 10:35 Uhr live in der ARD-Mediathek zu sehen. Für den Gießen-Achter eine ungewohnt große Bühne – und vielleicht genau der Ansporn, den die Mannschaft an diesem Tag braucht.

Pech und Potenzial

Der erste Renntag der neuen Bundesliga-Saison hält für den Sparkasse Gießen-Achter gemischte Gefühle bereit.
Im morgendlichen Zeitfahren läuft vieles nach Plan – bis ein Ruderer bei hoher Schlagzahl die Kontrolle über seinen Riemen verliert und einen Krebs fängt. Das Boot stockt, wertvolle Sekunden gehen verloren. Am Ende steht der letzte Platz im Zeitfahren.
Das Achtelfinale führt die Gießener direkt gegen den Zeitfahrsieger aus Hamburg. Trotz eines guten Starts aus den Blöcken zeigen die Hanseaten früh ihre Klasse. Als Gießen zu nah ans Ufer steuert und ein Ruderer die Spundwand touchiert, gerät Bewegung ins Boot – und Hamburg nutzt den Moment. Der Anschluss gelingt nicht mehr.
Das Viertelfinale gegen Lokalmatador Wiking Berlin entwickelt sich zum Highlight des Tages. Beide Boote liefern sich ein packendes Duell Bugball an Bugball. Gießen bleibt stabil, zeigt saubere Schläge und eine hohe Frequenz – und bringt die Berliner bis zur Ziellinie in Bedrängnis. Am Ende entscheidet weniger als eine halbe Sekunde – gegen Gießen.